Übungen 2025
Am 29. und 30. März fand in Admont ein intensives und realistisches Feuerwehrtraining mit dem Brandcontainer der Firma FireFighting aus Südtirol statt.
Diese mobile Heißausbildungsanlage bot den teilnehmenden Feuerwehrleuten eine einzigartige Gelegenheit, unter realistischen Bedingungen den Umgang mit kritischen Brandereignissen zu trainieren.
An der Ausbildung nahmen Atemschutzgeräteträger:innen der Feuerwehren Admont, Hall, Weng, Ardning, Johnsbach, Frauenberg, AHT Rottenmann, St. Gallen, Oberreith, Altenmarkt, Mooslandl und Kirchenlandl teil. Sie stellten sich der Herausforderung, ihre Kenntnisse und Fähigkeiten im Bereich Brandbekämpfung weiter auszubauen und zu vertiefen.
Das Training erstreckte sich über vier Stunden pro Gruppe und setzte sich aus einer einstündigen theoretischen Einführung sowie drei Stunden intensiver Praxis zusammen. Dabei wurden die Teilnehmer:innen zunächst in die Erkennung und Bekämpfung von Rauchgasphänomenen eingeführt. Anschließend folgten praktische Übungen, die den sicheren Umgang mit gefährlichen Situationen simulierten. Mehrfache Flashover-Durchgänge, die Beobachtung des Brandverlaufs in geschlossenen Räumen sowie eine gezielte Wärmegewöhnung standen ebenso auf dem Programm wie die Erkennung und Bekämpfung von Flashover- und Backdraft-Situationen. Darüber hinaus wurde die 3-D-Löschtechnik vermittelt und der richtige Einsatz von Hohlstrahlrohren trainiert.
Das Training war ein voller Erfolg! Die Teilnehmer konnten wertvolle Erfahrungen sammeln, ihre Fähigkeiten verbessern und sich optimal auf den Ernstfall vorbereiten. Der praxisnahe Unterricht und die realistischen Bedingungen sorgten für ein intensives Lernerlebnis, das allen Beteiligten nachhaltig in Erinnerung bleiben wird.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen Feuerwehrkamerad:innen für ihre Einsatzbereitschaft sowie den Ausbildnern, die dieses Training möglich gemacht haben. Solche Veranstaltungen sind essenziell, um die Sicherheit im Einsatz zu gewährleisten und das Wissen kontinuierlich auf dem neuesten Stand zu halten.
Bericht: OLM Julian Butter FF-Admont
Bilder: ABI Roland Rohrer
Bericht über unsere Feuerwehr-Teamaufgaben
Unsere Feuerwehrkameradinnen und -kameraden stellen sich regelmäßig spannenden Herausforderungen, um Teamarbeit, Kreativität und den Umgang mit feuerwehrtechnischem Material zu trainieren. Hier berichten wir über drei knifflige Aufgaben, die wir erfolgreich gemeistert haben.
1. Das Ei auf die Fensterbank
In dieser Übung ging es darum, ein Ei aus einem Schlauchkreis (symbolisch ein zugefrorener Teich) sicher auf eine Fensterbank im ersten Obergeschoss zu transportieren – ohne das Ei mit der Hand zu berühren, ohne den „Teich“ zu betreten und ohne die Treppe zu nutzen.
Unsere Lösung:
Nach gemeinsamer Beratung entschieden wir uns, das Ei mit einer Leiter aus dem „Teich“ zu retten. Mithilfe von Leinen aus unserem KLFA spannten wir eine Konstruktion, die das Ei sicher und stabil transportieren konnte. Präzision war gefragt, da das Ei unversehrt bleiben musste. Am Ende erreichten wir die Fensterbank in weniger als 30 Minuten – eine gelungene Teamleistung!
2. Der Ball ins Ziel
Die nächste Aufgabe erforderte Geschick und präzise Planung. Ein Ball musste vom Dach des RLFA 2000 Hall aus durch ein Hindernis in eine Kiste gelangen – ohne direkten oder indirekten Einsatz von Muskelkraft.
Unsere Lösung:
Hier setzten wir auf eine Kombination aus der Steckleiter, Feuerwehrschläuchen und physikalischen Prinzipien. Am Ende der Leiter spannten wir eine Plane, um die Geschwindigkeit des Balls zu bremsen und ihn gezielt ins Ziel zu lenken.
3. Den Feuerlöscher aus dem Fass holen
Bei der dritten Herausforderung stand ein Feuerlöscher in einem Fass, das sich innerhalb eines Kreises aus einem C-Schlauch befand. Weder das Fass noch der Ring durften bewegt oder betreten werden.
Unsere Lösung:
Nach intensiver Planung nutzten wir die Leiter, Feuerwehrleinen und verschiedene Knoten, um eine Art Greifmechanismus zu bauen. Damit konnten wir den Feuerlöscher sicher aus dem Fass heben und außerhalb des Rings abstellen – ohne gegen die Regeln zu verstoßen.
Fazit
Diese Übungen waren nicht nur spannend, sondern auch ein wertvolles Training für unsere Feuerwehrarbeit. Sie zeigten, wie wichtig Teamarbeit, technisches Verständnis und kreatives Denken sind. Jede Aufgabe stellte uns vor neue Herausforderungen, die wir mit Geschick und Zusammenarbeit erfolgreich bewältigten.
Wir freuen uns schon auf die nächsten Herausforderungen und darauf, unsere Fähigkeiten weiter zu verbessern!
Bericht: OLM d.F. Christoph Sulzbacher
Bilder: ABI Roland Rohrer, OLM Christoph Sulzbacher, HLM d.F. Jörg Siedler, LM d.F. Hannes Platzer, HLM Patrick Götzenbrugger
Gemeinsame Übung: Schwerer Verkehrsunfall fordert die vier Admonter Feuerwehre
Am 14. März 2025 fand eine groß angelegte Einsatzübung der Feuerwehren Admont, Hall, Johnsbach und Weng statt. Bei der von OBI Christoph Kössler und OLM Julian Butter ausgearbeiteten Übung wurde ein realitätsnahes Szenario durchgespielt, das den Einsatzkräften alles abverlangte.
Das Szenario
Gegen 19:00 Uhr wurden die Feuerwehren Admont und Hall zu einem schweren Verkehrsunfall in den Bereich der unteren Krumau (Anwesen Peer/Abzweigung Zehner-Durchfahrt) alarmiert. Die Einsatzlage entwickelte sich schnell zu einer komplexen Herausforderung:
- Erster Unfall: Ein PKW kollidierte mit einem Tankwagen, wodurch der PKW-Fahrer eingeklemmt wurde. Zudem riss der Tankwagen auf, und Heizöl trat aus.
- Zweiter Unfall: Beim Eintreffen der Feuerwehr Admont stellte sich heraus, dass es zu einem weiteren Auffahrunfall gekommen war. Eine weitere Person war in einem zweiten PKW eingeklemmt. Die Feuerwehren Weng und Johnsbach wurden zur Unterstützung nachalarmiert.
- Dritter Unfall: Ein unachtsamer Schaulustiger verursachte 50 Meter entfernt einen weiteren Unfall. Ein PKW prallte gegen einen Baum, wobei eine Person im Fahrzeug eingeklemmt wurde. Die Feuerwehren Johnsbach, Admont und Hall übernahmen die technische Rettung.
Aufgaben der Einsatzkräfte
Die beteiligten Feuerwehren hatten ein breites Spektrum an Aufgaben zu bewältigen:
- Rettung der eingeklemmten Personen mittels hydraulischem Rettungsgerät
- Abdichten des Tankwagenlecks
- Kontrolle auf auslaufende Betriebsmittel
- Absicherung der Unfallstelle
- Ausleuchtung des Einsatzorts
- Aufbau einer Einsatzleitung und Hochfahren des Abschnitts-Führungsstabes
Alarmierung & Eingesetzte Kräfte
Die Alarmierung erfolgte durch Florian Liezen um kurz nach 19:00 Uhr mit dem Einsatzbefehl "Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person zwischen einem Tankwagen und einem PKW". Die Feuerwehren Weng und Johnsbach wurden während der Übung durch Florian Steiermark nachalarmiert.
Eingesetzte Fahrzeuge:
- FF Admont: RLF-A 2000, MZF-A (Einsatzleitung/AFÜST), SAN 1, SAN 2
- FF Hall: RLF-A 2000, KLF-A
- FF Weng: HLF1-LB
- FF Johnsbach: KRF-S Tunnel
Fazit
Diese groß angelegte Übung hat gezeigt, wie wichtig die enge Zusammenarbeit der verschiedenen Feuerwehren ist. Durch das koordinierte Vorgehen konnte jede Herausforderung effizient gemeistert werden. Die Erkenntnisse aus dieser Einsatzsimulation tragen dazu bei, die Abläufe für den Ernstfall weiter zu optimieren und die Sicherheit für alle Beteiligten zu erhöhen.
Ein großes Dankeschön an alle Einsatzkräfte für ihr Engagement, sowie an Herrn Bürgermeister Christian Haider für die Übernahme der Verpflegung!
Bericht und Bilder: OLM Julian Butter